Jan Hördemann
Meister für Veranstaltungstechnik - Fachrichtung Beleuchtung
Jan Hördemann ist Lichtdesigner und arbeitet seit der Spielzeit 2025/26 am Staatstheater Nürnberg. Nach ersten Jahren im Konzert‑ und Eventbereich wechselte er 2014 ans Schauspielhaus Bochum, wo er zunächst als Stellwerker tätig war und während dieser Zeit seine Ausbildung zum Beleuchtungsmeister abschloss. Parallel dazu begleitete er zahlreiche Produktionen im Schauspiel und entwickelte dabei Schritt für Schritt seine eigene ästhetische Handschrift.
Besonders einflussreich waren für ihn die Arbeiten mit Regisseur Johan Simons, dem Bühnenbildner Johannes Schütz und Regisseur Herbert Fritsch, deren Produktionen er über viele Jahre an der Schnittstelle von Kunst und Technik begleitete und in „Mysterien“ nach Knut Hamsun erstmals als Lichtdesigner mit Simons zusammenarbeitete. In der freien Szene entstanden unter anderem die Umsetzung des Lichtkonzepts für „The Shape of Trouble to Come“ des FARN Kollektivs um Sandra Hüller.
Von 2023 bis 2025 war er am Theater Münster engagiert, zunächst als Leiter der Beleuchtungsabteilung und stellvertretender Technischer Direktor. Gleichzeitig war er dort künstlerisch als Lichtdesigner für Schauspiel, Tanz und Musiktheater tätig. Im Tanz entwarf er für den dreiteiligen Abend „Memory“ eine gemeinsame Lichtsprache und schuf für Anouk van Dijks Choreografie „Attachment Piece“ einen besonders raumgreifenden, atmosphärisch verdichteten Blick auf Körper und Bewegung. Im Musiktheater arbeitete er mit den Regisseurinnen Anna Weber („Doktor Ox“) und Magdalena Fuchsberger („Das schlaue Füchslein“) zusammen und gestaltete Lichtkonzepte, welche die musikalische Struktur, Raum und Figurenführung präzise aufnehmen.
Am Staatstheater Nürnberg setzt er diese Arbeit im Schauspiel fort und war bereits an mehreren Produktionen beteiligt. Besonders prägend ist seine Lichtgestaltung für Ilse Aichingers „Die größere Hoffnung“ in der Regie und Choreografie von Salome Schneebeli, in der das Licht maßgeblich zur abstrakten, hochkonzentrierten Bildwelt des Abends beiträgt.
Neben seiner Theaterarbeit ist er unter dem Namen „janhrdmn“ als Musiker tätig und realisiert Live‑Sets mit modularen Synthesizern. Die intensive Auseinandersetzung mit Klang, Rhythmus und Live‑Improvisation fließt dabei immer wieder in seine lichtgestalterische Arbeit ein.